| Einheimische Sprue |
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Die Aufnahmen stammen von einem 60-jährigen Patienten mit einer seit Jahrzehnten bestehenden Durchfallerkrankung, in deren Folge
es insbesondere in den letzten Jahren zu einem Gewichtsverlust von ca. 12 kg gekommen ist. Eine Malsorbtion manifestiert
sich serologisch als Vitamin B12-Hypovitaminose, Hypokalzämie, Hypoproteinämie und als ein Folsäuremangel.
Makroskopisch fällt ein unruhige Schleimhautstruktur auf, eine in schweren Fällen auftretende Schleimhautatrophie ist nicht erkennbar.
Diagnostisch hinweisend im Falle einer Sprue sind die Dünndarmbiopsien (minimal 5-7 Poben), die eine Zottenatrophie, eine Kryptenhyperplasie
und Lymphozyteninfiltrationen zeigen. Zur Bestätigung der Diagnose und Verlaufskontrolle können Endomysium-, Gliadin-, Retikulin-Antikörper
und mit höchster Sensitivität Antikörper gegen Gewebsglutaminase bestimmt werden. Zur Therapie ist eine streng Gluten-(Getreide-Protein) freie Kost
erforderlich, die in unklaren Fällen auch diagnotisch eingesetzt werden kann.
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| Einheimische Sprue ohne Schleimhautveränderungen |
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Junge Patientin mit Gewichtsabnahme und
rezidivierender Diarrhö. Pankreasfunktionstests
und mikrobiologische Stuhluntersuchungen
bleiben ohne pathologische Befunde. Im Blutbild
bestehen eine leichte makrozytäre Anämie und ein
verminderter Kalziumspiegel. Endoskopisch imponiert
die Duodenalschleimhaut mit geringem Erythem und
gut sichtbarer Zottenstruktur. Erst die Duodenalbiopsie
kann die Diagnose einer einheimischen Sprue sichern.
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Nach 6 Monaten glutenfreier Kost erscheint die
Schleimhaut unverändert. Klinisch sistiert die Diarrhö.
Eine Gewichtszunahme von 5kg ist erreicht worden.
Auch bei makroskopisch normaler Duodenalschleimhaut
muss bei den geschilderten Symptomen die Biopsie zum
Sprueausschluss erfolgen.
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