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Duodeno-biliäre Fistel mit Verschluss der Papilla Vateri und pankreatogener Diarrhö |
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Anamnestisch besteht eine Cholezystektomie vor 30 J. Die Indikation zur Gastroskopie sind
rezidivierende epigastrische Schmerzen. Zusätzlich bestehen eine anhaltende Diarrhö und
Gewichtsabnahme von 7 kg. In der rechten Wand des Bulbus duodeni findet sich eine 2 mm
messende Fistelöffnung (linkes Bild), die mit einem Katheter tief intubiert werden kann (rechts). |
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Durch die Gabe von Kontrastmittel
über den ERCP-Katheter füllt sich das
Gallenwegssystem an. Das
Kontrastmittel fließt nicht über die
Papille in das Duodenum ab (Abb.
links). In der folgenden ERCP können
die Gallenwege und der Pankreasgang dargestellt werden. Nicht
abgebildet ist die chronische
Pankreatitis Grad II. Bei vorliegender
Abflussbehinderung des Ductus
pancreaticus mit chronischer
Pankreatitis und dem Verdacht auf
pankreatogene Diarrhö bei
Papillenstenose wird die Indikation
zur EPT gestellt. |
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Eine Intubation der Papille mit einem
Papillotom bzw. Führungsdraht gelingt
nicht. Es wird daher ein weicher
Terumodraht über die Fistel retrograd
via Gallengang in das Duodenum
geschoben und mit der Schlinge nach
oral heraus gezogen. Darüber erfolgen
das Einführen des Papillotoms und die
Anlage der Papillotomie. Beide
Gangsysteme entleeren sich jetzt auf
antegradem Weg. Die Patientin ist
bisher ohne weitere Beschwerden
mit einer deutlichen Gewichtszunahme.
Die Diarrhö sistiert ohne die Gabe von
Pankreasfermenten. Siehe auch
Duodenalfistel. |